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Berlin im Glanz der Nacht | be.bra Verlag 2018 | Fotobildband | 208 Seiten mit 197 Abbildungen in Farbe | Fest gebunden |
ISBN: 978-3-89809-155-8 | 28,- €

Berlin ist Startup-City, immer in Bewegung, als Kulturhauptstadt Magnet für Touristen aus aller Herren Länder. Ja, richtig. Aber in der Nacht verändert die Stadt ihr Gesicht. Außerhalb der angesagten Partyzonen kehrt Ruhe ein. Die nervöse Metropole wird zu einer stillen Stadt mit einzigartigem Reiz. Die Nacht verleiht ihr einen eigentümlichen Glanz, der erst mit der Morgendämmerung vergeht.

BERLIN im Glanz der Nacht unterwegs präsentiert überraschende Perspektiven der nächtlichen Stadt, zeigt Straßen und Plätze, Architektur und Landschaften, Kulturorte, Friedhofsszenen und Verkehrsknotenpunkte, Kiezbilder, Sportanlagen und vieles mehr. Die weltbekannten Ikonen der Stadt erscheinen in einem ungewöhnlichen Licht und verblüffenden Ansichten. Tagsüber stark frequentierte Stadträume sind plötzlich menschenleer, Innenaufnahmen zeigen Räume, die in der Nacht für die Öffentlichkeit unzugänglich sind. Das Buch porträtiert Berlin im Schimmer der Nacht ohne jegliche romantische Verklärung.

Dieser Fernsehbeitrag berichtet in drei Minuten über mich und meine Arbeit an dem Buch:

Presse

»Berlin schläft nie… so scheint es zumindest. Dieser Bildband nimmt uns mit auf einen Streifzug durch menschenleere Straßen und Plätze, auf Dächer und Balkone, in nachts eigentlich unzugängliche Gebäude – und lässt ihn vermeintlich Bekanntes neu entdecken. Nicht nur der Titel, auch das Buch glänzt beeindruckend: Auf dem Cover glänzt die Spree, rechts ein paar romantisch beleuchtete Häuser vom Nicolaiviertel und geradezu der Dom – das ist natürlich auch die Schokoladenseite der Stadt – aber wenn es dann zum Richardplatz geht in Neukölln, und da steht im Dämmerlicht ein Verkaufskiosk, Säulen ringsum und ein halbrundes Dach und rundherum das schöne kleinteilige Straßenpflaster im Schein von ein paar Laternen – das ist dann schon eine Überraschung. Und davon gibt es reichlich. Ein kleines bißchen gruselig, aber im doppelten Sinne glänzend fotografiert ist ein Saal aus dem Museum für Naturkunde: Glasschränke mit allerlei Präparaten im Glas, also quasi eingelegte Fische und dergleichen – man glaubt nicht, was das für ein schöne Bild gibt. Licht und Glas. Auch ein Supermarkt kommt vor, eigentlich recht unromantisch – aber so, ganz leer und still und rechts das Kühlregal und links die Tütensuppen und ganz hinten wie ein Gral extra beleuchtet: ein Extra-Schrank mit Joghurt – und kein Kunde und kein Lärm und nix – starkes Bild. Ganz groß ist auch der Bahn-Tower am Potsdamer Platz bei Nacht, tausend Fenster zu tausend Büros, überall Licht und nirgends ein Mensch – ist faszinierend. Das ist ein Stadtspaziergang der anderen Art, Berlin bei Nacht und ohne Menschen ist erstaunlich schön und spannend, der Rosa-Luxemburg-Platz, offenbar fotografiert aus einem Restaurant, es spiegeln sich die Lampen im Himmel über der Volksbühne, kühl und still und nur in Grautönen – und es sieht toll aus. Ein bißchen Neonlila ist dabei, wenn in Treptow die Milchbar vor sich hin schläft, im Funkhaus dort – und wir sind auch drin: Haus des Rundfunks by Night, selbstverständlich eindrucksvoll – und schweigend schöne Bilder von der alten Nationalgalerie, vom Planetarium Prenzlauer Berg, von einer winzigen Crèperie an der Kantstraße – ein aufregendes Buch über eine aufregende Stadt.« Monika Burghard in rbb 88,8

»Ein tolles Buch, weil man Berlin so sonst nicht zu sehen bekommt.« Hans Helmut Prinzler auf seinem gleichnamigen Blog

»Kürzlich war ich nachts ganz allein in Berlin unterwegs. Es war faszinierend. In der Dunkelheit zeigt sich die Stadt ganz anders als am lebhaften Tag – geheimnisvoll, einsam, leuchtend. Zu später Stunde entfalten menschenleere Orte einen besonderen Zauber. Die Sehenswürdigkeiten, Straßen und Plätze, Parks, Bürogebäude, Kneipen, Supermärkte, Hotels, Läden, Museen und Bahnhöfe scheinen ein Eigenleben zu führen, sie erzählen eine Geschichte.
Nun ja, zugegeben, ich habe unsere Hauptstadt nicht wirklich nächtens durchstreift, das wäre mir doch etwas zu riskant. Aber mit dem Bildband von Detlef Bluhm ist es so, als wäre man tatsächlich auf einer nächtlichen Entdeckungsreise durch Berlin. Bei so manchem Foto bekommt man Lust, sich die Lokalität auch bei Tage anzusehen, etwa das Ballhaus in Mitte oder den Botanischen Garten in Zehlendorf . Aber ich bezweifle, dass man dabei die Magie entdeckt, die Detlef Bluhm mit seinen nächtlichen Fotos eingefangen hat. Sein Blick für die Besonderheit lehrt sehen und führt dazu, dass man vermeintlich Bekanntes völlig neu entdeckt. Dabei erinnert mich die Präzision und der Realismus der Aufnahmen häufig an Gemälde von Edward Hopper.
Ein fantastisches Buch, das man immer wieder anschauen möchte, ein Geschenk für jeden Berlinfan.« Eva Wlodarek auf ihrem gleichnamigen Blog